Was Ihre Körpersprache über Sie aussagt

Ein Meister der nonverbalen Kommunikation ist der berühmte Pantomime und Regisseur Samy Molcho. In unzähligen Büchern, Filmen und sogar Musicals zeigt er, was man mit seinem Körper alles ohne Worte ausdrücken kann. Dazu gehören Gestik, Körperhaltung, Tonhöhe und Blickkontakte – also wie Sie sitzen, stehen, die Arme verschränken (oder eben nicht). Alle diese Signale haben eine grosse Wirkung auf andere Menschen und zeigen im wahrsten Sinne des Wortes, mit welcher Haltung wir unserem Gegenüber begegnen.


Und das geht in der Regel blitzschnell: In den ersten Sekunden einer Begegnung nehmen wir vieles wahr: Ist der Gesprächspartner*in offen in seiner Körperhaltung? Hat er einen direkten klaren Blick oder weicht er einem direkten Blickkontakt aus? Wie kraftvoll ist sein Händedruck? Und: Lächelt er mich an? Die Körpersprache wird unterschätzt, weil wir sie unbewusst wahrnehmen. Sie ist unsere erste unverfälschte Sprache, und lässt das Verborgene, das nicht Gesagte sichtbar werden. Über sie können wir die Gedanken, Emotionen und Motive unseres Vis-à-Vis »lesen«. Zum Beispiel vor dem Bauch verschränkte Arme sollen schützen und zugleich den anderen abhalten, auch wenn er oder sie noch so sehr das Gegenteil beteuern mag. Sind wir zum Beispiel traurig oder haben Angst, ziehen wir unsere Schultern nach oben oder den Kopf ein, um uns zu schützen. Bei Stress verkrampfen wir uns. Wenn wir zufrieden und glücklich sind, ist unsere Körperhaltung automatisch entspannter. Und so sehr wir uns auch bemühen, ein Pokerface zu zeigen – unser Körper findet immer einen Weg, um auszudrücken, wie wohl wir uns fühlen oder eben nicht. Spannend ist die Tatsache, dass wir unsere Emotionen mit einer aufrechten entspannten Haltung automatisch beeinflussen können und umgekehrt. Plötzlich von Stress auf super fröhlich zu wechseln, ist nicht immer ganz einfach. Aber aufrecht Hinstehen können wir selbst dann, wenn uns nicht danach zumute ist, und schon verändert sich unsere Stimmung. Eine Studie des US-amerikanischen Psychologieprofessors Albert Mehrabian kam zu dem Ergebnis, dass Worte nur zu 7 % für den Gesamteindruck verantwortlich seien, den ein Mensch auf seinen Gesprächspartner mache. Zu 38 % zähle der Tonfall der Stimme und zu 55 % die Körpersprache. Für eine sinnvolle und effektive Kommunikation müssten alle drei Kommunikationsformen „deckungsgleich“ sein. Dies kann man mit einigen Übungen und dem Erweitern Ihres körpersprachlichen Repertoires tatsächlich besser zur Deckung bringen und dabei mehr Raumpräsenz entfalten.


Nachstehend einige Tipps dazu:

Tipp 1 Sich aufwärmen wie im Sport. Das hört sich banal an, ist aber sehr effektiv. Zum Beispiel auf der Stelle gehen oder leicht joggen. Gähnen Sie ausgiebig und strecken sie sich, damit entspannen sie alle Muskeln und werden lockerer.

Tipp 2 Vermeiden Sie grosse, ausladende Gesten. Das wirkt aufgesetzt und nicht besonders sympathisch.

Tipp 3 Mit verschränkten Armen «verbauen» Sie Ihrem Gesprächspartner im sprichwörtlichen Sinne den Zugang zu Ihnen. Gleiches gilt für hektische Bewegungen, hackende Hände wirken diktatorisch.

Tipp 4 Freundliche Begrüssung mit festem Händedruck (nicht zu fest), ein direkter und offener Blick, eine aufrechte Haltung hinterlässt bei Ihrem Publikum einen gewinnenden Eindruck.

Tipp 5 Nach vorne ausgestreckt Arme mit nach außen geöffneten Handflächen signalisieren: Ich habe nichts zu verbergen. Ihr Gesprächspartner fühlt sich willkommen.


Und zum Schluss, die leider oft vergessene Selbstverständlichkeit: Selbst wenn Sie eine nicht besonders gute Nachricht überbringen müssen, bleiben Sie ehrlich und lassen Sie Ihre Betroffenheit zu. Gleiches gilt für freudige Botschaften – je authentischer Sie sind, desto klarer wirken Sie auf ihre Umgebung.


Herzlichst, Ihre

Larissa Schleelein

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Kommunikationsleiterin

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